Projekt Beschreibung

Bilder einer Ausstellung

Ein besonderes Highlight des Kammermusikfestes „Spannungen: Musik im Kraftwerk Heimbach 2001“ war die Aufführung von „Mussorgskys – Bilder einer Ausstellung“, eingebettet in ein faszinierendes Konzept: Mussorgskys Bilder in der hochvirtuosen originalen Klavierfassung mit Lars Vogt, dazu rezitiert Konrad Beikircher Auszüge aus Werken der Weltliteratur. Literarische Annäherungen mit Texten von Platon, Dante Alighieri, Oswald von Wolkenstein, Heinrich Heine, Victor Hugo, Wilhelm Busch, Franz Kafka und Henry Jel

Live-Mittschnitt

Mussorgskys Werke haben es schwer im Konzertbetrieb: Mit den „Bildern einer Ausstellung“ hat der russische Romantiker zwar eines der populärsten Klassik-Werke komponiert, doch seit Ravel das Stück für Orchester instrumentierte, ist die hoch virtuose Original-Klavierversion etwas in den Schatten geraten. Der Pianist Lars Vogt sorgte nun für eine faszinierende Wiederentdeckung – eingebettet in ein außergewöhnliches Konzept: Mussorgskys Bilder erklingen mit Auszügen aus Werken der Weltliteratur – rezitiert von dem Kölner Kabarettisten und Autor Konrad Beikircher und live aufgenommen auf Vogts Heimbacher Festival Spannungen.<BR><BR>Keine „Deutungen“, keine festen Auslegungen wollen die Künstler nach eigenen Worten bei diesem Gesamtkunstwerk aus Musik und Literatur bieten, sondern Assoziationen, Blicke in die parallelen Universen der Künste. Um so zündender sind die Blitze, die bei der Berührung entstehen – etwa, wenn auf Mussorgskys Gnomus ein Auszug aus Victor Hugos Glöckner von Notre Dame folgt und der hässliche Zwerg aus der Musik mit Hugos Quasimodo Gestalt annimmt. Oder wenn sich das Schreckensbild der Katakomben durch Jenseitsvisionen eines Platon oder Dante Alighieri erweitert. Mussorgsky schrieb seine Bilder, 1874 nach Werken seines im Jahr zuvor verstorbenen engen Freundes Victor Hartmann; die Verbindung von Bildern und Musik war für die damalige Zeit höchst experimentell. In der Interpretation von Lars Vogt und Konrad Beikircher bleibt die Zeit dieses Experiments gewahrt, zumal Vogt hier die selten zu hörende Urtextfassung aus dem Entstehungsjahr spielt.


Produktinformation

  • Erscheinung: 01.06.2002
  • Audio CD
  • Spieldauer: 1 Std. 18 Min.
  • Label: Roof Records (rough trade)