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Ausschreibung: Skulpturenpark 2027 im Katharinenhof, Bonn

2026-09-23T01:38:25+02:00

Bildhauerinnen und Bildhauer sowie Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, sich für die 13. große Außenskulpturenausstellung im Katharinenhof in Bonn-Bad Godesberg zu bewerben.

Ausstellungsort

Katharinenhof
Venner Straße 51
Bonn-Bad Godesberg

Ausstellungsdauer

Sonntag, 9. Mai 2027, ab 13 Uhr, bis Sonntag, 10. Oktober 2027.

Öffnungszeiten

Freitag bis Montag, jeweils von 11 bis 19 Uhr.

Teilnahmebedingungen

Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler mit abgeschlossenem Kunststudium, Studierende ab dem 6. Semester im Abschlussjahr sowie Kunstschaffende, die eine kontinuierliche Ausstellungstätigkeit nachweisen können. Eine Alters- oder Länderbegrenzung besteht nicht. Für die Ausstellung sind mindestens 40 Arbeiten vorgesehen. Über die Auswahl der eingereichten Werke entscheidet eine fachkundige Jury. Ausgestellt werden ausschließlich jurierte Arbeiten.

Publikumspreis und Finissage

Im Rahmen der Ausstellung wird ein Publikumspreis in Höhe von 1.500 € vergeben. Die Preisverleihung findet während der Finissage am Sonntag, 10. Oktober 2027, um 14 Uhr statt.

Herstellung, Transport, Aufbau und Haftung

Herstellung, Transport, Anlieferung und Aufstellung der Kunstwerke erfolgen auf eigene Verantwortung sowie auf eigenes Risiko und eigene Kosten der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler. Der Katharinenhof beziehungsweise TheRhineArt sowie Anne Beikircher persönlich übernehmen keine Haftung für Schäden an den Kunstwerken, die im Zusammenhang mit Herstellung, Transport, Anlieferung, Aufbau, Ausstellung oder Abholung entstehen.

Teilnahme und Öffentlichkeitsarbeit

Die Teilnahme an der Ausstellung ist kostenlos. Der Katharinenhof stellt die Ausstellungsflächen zur Verfügung und übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für die Ausstellung. Dazu gehören insbesondere Plakate, Flyer, Veranstaltungen sowie Berichterstattung und Werbung über Presse, Internet, Fernsehen und Radio.

Aufsicht

Von den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern – insbesondere bei Wohnsitz im Rheinland oder in der näheren Umgebung – wird erwartet, dass sie während der Ausstellungsdauer nach Möglichkeit ein- bis zweimal einen Aufsichtsdienst übernehmen. Dazu können beispielsweise die Betreuung des Einlasses und allgemeine organisatorische Aufgaben während der Öffnungszeiten gehören.

Verkauf von Kunstwerken

Bei Verkauf eines ausgestellten Kunstwerks erhält der Veranstalter 30 % des Verkaufserlöses. Für die ordnungsgemäße Versteuerung der eigenen Verkaufserlöse sind die Künstlerinnen und Künstler selbst verantwortlich.

Bewerbung

Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen: ein formloses Bewerbungsschreiben mit vollständiger Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Homepage, eine künstlerische Vita sowie Fotos der für die Ausstellung vorgeschlagenen Arbeiten im Format von mindestens 10 × 13 cm bis maximal DIN A4 sowie Angaben zu Maßen und Material der vorgeschlagenen Arbeiten. Die Bewerbungsunterlagen sind ausschließlich per Post einzureichen und müssen spätestens am 15. April 2027eingegangen sein.

Bewerbungsadresse

TheRhineArt gemeinnützige UG
c/o Anne Beikircher
Katharinenhof
Venner Straße 51

Telefon: +49 177 7634600

Aufbau

Der Aufbau der ausgewählten Arbeiten ist vom 3. bis 8. Mai 2027, jeweils von 10 bis 18 Uhr, möglich. Aufstellung und gegebenenfalls erforderliche Befestigung der Arbeiten erfolgen grundsätzlich durch die Künstlerinnen und Künstler selbst.

Abholung der Arbeiten

Die ausgestellten Arbeiten können ab dem Ende der Finissage am 10. Oktober 2027 abgeholt werden. Die Abholung muss spätestens bis zum 17. Januar 2028 erfolgt sein. Werden Arbeiten bis zu diesem Termin nicht abgeholt, können die dadurch entstehenden Kosten für Abbau, Transport, Fremdlagerung und gegebenenfalls Entsorgung den jeweiligen Künstlerinnen und Künstlern in Rechnung gestellt werden. Die Mindestkosten betragen 250 €.

Mit der Einreichung einer Bewerbung erkennen die Bewerberinnen und Bewerber diese Regelung an.

Ausschreibung: Skulpturenpark 2027 im Katharinenhof, Bonn2026-09-23T01:38:25+02:00

Konrad Beikircher war der wahre Rheinländer

2026-07-31T23:02:04+02:00

Von Jürgen Becker, KStA 29.07.2026

Als Konrad Beikircher mir erzählte, dass er sich dieses Jahr im Dezember von der Bühne verabschieden will, habe ich mir sofort Karten für die letzte geplante Vorstellung im Senftöpfchen besorgt. Der große Abgang blieb ihm nicht vergönnt. Konrad Beikircher ist am Dienstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Und ich bin sehr traurig darüber.

Wir waren befreundete Kollegen, viele Jahre lang. Er war häufig bei den Mitternachtsspitzen zu Gast, wenn er einen Preis bekommen hat, bin ich hingegangen. Und wir waren beim selben Management unter Vertrag. Ich habe ihn sehr gemocht, weil er immer freundlich, immer interessiert und immer sehr wertschätzend war. Für mich war Konrad Beikircher der Erfinder des Rheinlands. Er hat der Region eine Identität gegeben. Köln hatte die schon immer, das ist klar. Aber dass das Gebiet rund um Bonn und Siegburg, Troisdorf, Düren, Gummersbach, hinauf bis nach Düsseldorf, einen eigenen Ton, eine eigene Logik, eine eigene Mentalität hat, das hat er uns, als gebürtiger Italiener, gezeigt. Er hat den Kosmos Köln erweitert und daraus ein Universum gemacht. Das rheinische Universum, so hat er es selbst genannt.

Einer wie Hanns Dieter Hüsch oder Jürgen von Manger

Konrad Beikircher hat das als Zugereister erkannt, denn er ist in Südtirol aufgewachsen. Als zunächst Außenstehender hatte er einen unverstellten Blick auf die Angewohnheiten, die einem nicht mehr auffallen, wenn man hier geboren ist. Ein Fisch kann auch nicht erklären, wie das Wasser ist. Er steht damit in einer Reihe mit Hanns Dieter Hüsch, der den Niederrhein charakterisiert hat, oder Jürgen von Manger, der als Adolf Tegtmeier den Menschen im Ruhrgebiet eine Identität gegeben hat. Konrad Beikircher hat das Rheinland aufs Podest gehoben. Er ist überall in Deutschland aufgetreten, überall kannte man ihn, und er hat das Rheinland beliebt gemacht – was Adenauer als Politiker geschafft haben mag, hat er als Künstler geschafft. Botschafter wäre das richtige Wort, wenn es nicht so amtlich klingen würde.

„Für mich war Konrad Beikircher der Erfinder des Rheinlands.“
—Jürgen Becker

Ein schönes Beispiel war für mich der rheinische Kostenvoranschlag, mit dem er die Mentalität hier in der Region auf den Punkt gebracht hat. Er bestellte, frisch zugezogen, einen Handwerker, der etwas in seiner Wohnung umbauen sollte, und sagte dann das böse Wort: Kostenvoranschlag. Der Handwerker zuckte zusammen, gab aber nach und rechnete die Arbeitsstunden und die Materialkosten ganz genau zusammen. Am Ende stand keine Zahl, sondern der Satz: „Ja, wat soll dat kosten – mer kumme schon parat.“ Wir kommen schon zurecht.

Richtiges Volkskabarett: für alle verständlich, nie von oben herab

Was er machte, war richtiges Volkskabarett: für alle verständlich, nie von oben herab. Angefangen hat er mit der Bäckerei Roleber im Radio. „Sarens, Frau Walterscheidt“, kennt aus meiner Generation jeder. Das war extrem beliebt, obwohl er den Dialekt, den rheinischen Singsang erst lernen musste. Es musste aber auch gar nicht so exakt sein. Es musste die Mentalität treffen.

Und die hat er getroffen wie kein Zweiter. Dahinter stand ein gebildeter, sehr reflektierter Mann, der auch Sinn für die Hochkultur hatte. Sein Bruder Ivo Ingram Beikircher war Opernsänger und auch Konrad kannte sich bestens in der klassischen Musik aus. Er hat die rheinische Klassik erklärt: Den Bonner Komponisten Beethoven oder Schumann, die Oper, über die er einen rheinischen Opernführer geschrieben hat. Er hat in der Kölner Philharmonie fantastische Abende veranstaltet, bei denen er die klassische Musik einem breiten Publikum nähergebracht hat. Ein großer Verdienst.

Als Gefängnispsychologe kannte er auch die ungeraden Lebensläufe

Außerdem war Konrad Beikircher Psychologe, hat viele Jahre im Gefängnis in Siegburg gearbeitet. Das hat ihn geprägt. Er kannte die Lebensläufe, die nicht gerade verlaufen, die Misserfolge, die Abgründe. Diese Erkenntnisse steckten in allem, was er auf der Bühne machte: die Gewissheit, dass das Leben für viele Menschen nicht einfach ist. Ich glaube, er hat es als Auftrag verstanden, sie zu erfreuen. Und uns Rheinländern, den Freigängern mit unserem Klüngel, hat er nebenbei jahrzehntelang psychologische Rückendeckung gegeben.

Er war sehr fleißig, hat immer intensiv an neuen Programmen gearbeitet. Das war vielleicht das „Unrheinischste“ an ihm: Wir halten es hier ja eher mit: „Küste hück net, küste morje“. Dabei war er, so hat er sich selbst bezeichnet, Premiumpatient in der Uniklinik, mit einer langen Liste von Krankheiten. Er ist dem Tod ein ums andere Mal von der Schippe gesprungen. Ich dachte oft: Jetzt kann der Konrad nicht mehr. Und dann stand er wieder auf der Bühne. Ein Stehaufmännchen, bei allem, was ihm zugemutet wurde.

Konrad Beikircher war der wahre Rheinländer2026-07-31T23:02:04+02:00

Una notte italiana

2023-08-30T22:55:51+02:00

Der italienische Abend am 22. Juli 2023 im Katharinenhof war ein voller Erfolg – hier eine kleine musikalische Impression:

Una notte italiana2023-08-30T22:55:51+02:00
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